Susanne Winterscheidt

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Interview mit Susanne Winterscheidt

 

Susanne, müssen Helden und Vorbilder sein?

Für mich sind Helden und Vorbilder Menschen, die sich selbstlos für Schwächere einsetzen und sich auch von Drohungen nicht einschüchtern lassen.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?

Die Masse von Menschen, die mittlerweile offen oder unerkannt im Netz, zu Hass und Gewalt gegen Schwächere und Hilflose aufrufen oder diesen rechten Rattenfängern folgen, hat mich überrascht und erschreckt. Haben diese Menschen aus der Vergangenheit nichts gelernt?!

Was ist für dich links?

Links oder linke Politik ist für mich solche, die sich gegen die Ausbeutung der Schwachen und Armen durch die Reichen und Mächtigen richtet sowie der Schutz von Minderheiten.

Worin siehst du deine größte Stärke, deine größte Schwäche?

Teamfähigkeit ist meine größte Stärke. Meine größte Schwäche ist es, dass ich Menschen manchmal ins Wort falle und sie nicht ausreden lasse.

Was war dein erster Berufswunsch?

Polizistin oder Krankenschwester.

Wenn du Parteivorsitzender wärst…

Ich würde mich für eine starke, geschlossene Linke einsetzten und versuchen, den steigenden Rechtsradikalismus und die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung durch aktive politische Arbeit zu bekämpfen.

Wovon träumst du?

Von einer Welt ohne „Reich“ und „Arm“; ohne Ausgrenzung und Ausbeutung der „Schwachen“, ohne „Krieg“, „Umweltzerstörung“ und „Gewalt“.

Wofür gibst du gerne Geld aus?

Für meine Familie, Freunde und Haustiere.

Vaterland, Mutterland, Deutschland – wie gerne lebst du hier?

Ich leben gerne in Deutschland und kann mir nicht vorstellen in einem anderen Land zu leben, auch wenn hier nicht alles perfekt ist.

Wann fühlst du dich gut?

Beim gemeinsamen Singen im Chor; wenn ich mit meinem Mann oder meiner Familie zusammen bin und bei meiner Arbeit.

Wen oder was würdest du mit auf eine Insel nehmen?

Meinen Mann und meine Katze

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur in deinem Leben?

Da ich im Chor singe und gerne Musik höre, hat diese eine wichtige Rolle in meine Leben. Außerdem lese ich leidenschaftlich gerne und liebe Filme. Das gehört alles zu Kunst und Kultur und deshalb hat beides einen hohen Stellenwert in meinem Leben.

Wo lachst du besonders gerne?

Beim politischen Kabarett, obwohl einem dabei auch mal das Lachen im Hals stecken bleibt.

Wovor hast du Angst?

Vor schwerer Krankheit und dem Tod von geliebten Menschen.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen vor allem?

Ehrlichkeit und Offenheit, auch wenn beides auch schmerzen kann.

Wie lautet dein Lebensmotto?

Sei zufrieden mit deinem Leben und denke immer daran, wie schlecht es anderen auf der Welt geht.

 

Susanne Winterscheidt (geb. 12.06.1974 in Köln) ist Angestellte in der Stadt Bergisch Gladbach und seit 2015 auch Mitglied im SprecherInnenrat der Linken in Bergisch Gladbach. Seit ihrer Jugend interessiert sie sich bereits für Politik und versuchte in den 1980ern (noch bei den Jusos) politisch etwas zu verändern, merkte jedoch schnell, dass „die“ da oben es gar nicht interessiert, was „die“ da unten tun. Da sie sich sehr für Umweltschutz interessiert, war ihre Wahl“heimat“ lange Zeit Bündnis90/Die Grünen, die sie aber in der Vergangenheit immer wieder enttäuschten (z. B. Zustimmung zu Auslandsaneinsätzen der Bundeswehr). Mitglied der Linken ist Susanne seit März 2015. Kurz darauf begann sie gemeinsam mit Ihrem Mann Markus in der Basisgruppe der Linkspartei in Bergisch Gladbach mitzuwirken und fand dort viele Gleichgesinnte. Diese „Mitmach“politik sorgte wohl auch dafür, dass sie sich für die Wahl des SprecherInnenrats aufstellen ließ. Die für sie besonders wichtigen politischen Themen sind: Hilfe für Minderheiten und Benachteiligte, Förderung des sozialen Wohnungsbaus und natürlich weiterhin der Umweltschutz.

Die Fragen des Interviews sind der Mitgliederzeitschrift der Partei die Linke disput entnommen (mit freundlicher Genehmigung).

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