Müssen sich Helfer in Bergisch Gladbach wirklich verstecken?

15. Februar 2017  Allgemein

Ein Beitrag von Markus Winterscheidt:

Seit Januar diesen Jahres haben sich ein paar Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt selbstlos bereit erklärt, Obdachlosen und Bedürftigen in Bergisch Gladbach zu helfen, indem sie ihnen zwei mal die Woche etwas zu Essen (Obst, belegte Brote etc.) abgepackt in Tüten überreichen. Dazu bieten Sie heißen Kaffee. Ich war an einem dieser Tage dabei. Und ich war erschrocken.

Die Obdachlosen treffen sich oft hinter dem Bergischen Löwen, abgeschieden, getrennt von der übrigen Bevölkerung. Gemeinsam mit einem guten Freund und einer Genossin, die sich beide vorgenommen hatten, den ehrenamtlichen Damen und Herren beim Verteilen ab sofort öfters zur Seite zu stehen, wartete ich auf die Dame, die alles vorbeibringen sollte. Sie kam dann auch. Doch hielt sie mit ihrem Fahrzeug weit abseits, als hätte sie große Bedenken, sich dem Platz zu nähern. Und das kommt nicht von ungefähr. Mehrfach wurde sie bereits des Platzes verwiesen… von unserer Ordnungsbehörde.

Was geschah, nachdem die Dame mit Hilfe der Obdachlosen alles „Zeug“ aus dem Auto geholt hatte, wollte ich nicht glauben. Wir verzogen uns hinter ein Gebüsch auf eine Rasenfläsche, die, wie die Dame sagte, sich bei Regen in eine regelrechte Sumpflandschaft verwandelt. Doch hier wird sie geduldet. Zumindest hatte sie von hier noch niemand vertrieben. Aber vielleicht ist das auch nur eine Frage der Zeit. Ganz bestimmt sogar. Denn neben dieser Fläche wird gerade gebaut. Und sind die Bauarbeiten abgeschlossen, wird es für die Helfer sicherlich an der Zeit sein, einen neuen Platz zu finden, wo sie helfen dürfen, wo sie niemanden stören, wo sie niemand sieht.

Hier kamen also nun die Obachlosen hin (die es in Bergisch Gladbach ja eigentlich gar nicht gibt, wie mir die Dame, die nicht genannt werden möchte, mit einem ironischen Unterton mitteilte), um sich eine kleine Tüte zu essen und einen Kaffee abzuholen. Versteckt vor der Öffentlichkeit.

Hier treffen sich die Obdachlosen derzeit. Doch Essen zu verteilen und den Menschen dort zu helfen, traut man sich nicht.

Hinter dieses Gebüsch verzogen wir uns, um nicht gesehen und womöglich des Platzes verwiesen zu werden.

 

Abgeschieden von der Öffentlichkeit helfen Menschen dieser Stadt und haben Angst davor, aufzufallen. Die Helferin bat darum, auf keinem Foto zu erscheinen.

Gott sei Dank schien die Sonne. Bei Regen wäre das hier eine einzige Pfütze gewesen.

Gegen das Vergessen. Holocaus-Gedenktag am 27. Januar.

17. Januar 2017  Allgemein

Am 27. Januar um 19 Uhr lädt der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. in Kooperation mit der Stadt Bergisch Gladbach zum Gedenken an den Holocaust in die Kirche zum Heilsbrunnen ein in Bergisch Gladbach ein. Selbstverständlich werden auch wir als Linke anwesend sein, und wir möchten alle Genossinnen und Genossen dazu ermuntern, ebenfalls mit uns gemeinsam der Opfer des Holocaust und des Nationalsozialismus an diesem Tage zu gedenken.

Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus
“Der Holocaust fand nicht nur in Auschwitz statt”
Freitag, 27. Januar 2017 um 19:00 Uhr
Kirche zum Heilsbrunnen,
Im Kleefeld 23, Hebborn – Bergisch Gladbach

Regionalkonferenzen für ein LINKES Wahlprogramm

16. Januar 2017  Allgemein

Ein LINKES Wahlprogramm geht alle an, die wollen, dass es in unserer Gesellschaft gerechter, friedlicher und solidarischer zugeht. Deshalb sind Genossinnen und Genossen, Verbündete, Freun­dinnen und Freunde, alle, denen soziale Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität ein Anliegen sind, herzlich eingeladen, daran mitzuwirken. Der erste Entwurf des Wahlprogramms wird am Samstag, dem 15. Januar 2017, der Öffentlichkeit präsentiert.

In den kommenden Wochen laden wir an vier Orten zu Regionalkonferenzen jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr ein, um diesen Entwurf zu diskutieren.

  • 29. Januar 2017 – Regionalkonferenz in Bergheim
  • 4. Februar 2017 – Regionalkonferenz in Hamburg
  • 11. Februar 2017 – Regionalkonferenz in Leipzig
  • 18. Februar 2017 – Regionalkonferenz in Frankfurt/Main

Die Ergebnisse dieser Diskussionen werden dem Parteivorstand vorgelegt.

Weihnachten mit Obdachlosen

28. Dezember 2016  Allgemein

Dies war für uns eins der schönsten Weihnachten, das wir je erleben durften. Gemeinsam mit den Obdachlosen dieser Stadt feierten wir Heiligabend. Es gab leckeres Rindfleischgulasch, Nudelsalat mit Hähnchenfrikadellen und zum Nachtisch natürlich Marzipanstollen.

Die Obdachlosen freuten sich über ein kleines Präsent und ließen es sich mit uns gemeinsam schmecken.

Dies war unser erstes gemeinsames Weihnachtsfest. Wir nehmen uns jedoch fest vor, dies nun jedes Jahr zu wiederholen. Schöner kann für uns ein Weihnachtsfest nicht sein.

Unser Dank gebührt vor allem Ali und Lucie Misini, die all das erst möglich gemacht und viele Stunden in die Vorbereitung investiert haben.

Weitere Fotos findet ihr in unserer Fotogalerie.

Frohe Weihnachten

24. Dezember 2016  Allgemein

Neues Videoformat unserer Fraktion

24. November 2016  Allgemein

Im ersten Teil geht es um den Neubau des Stadthauses.

Deine Erfahrung mit unserem Gesundheitssystem

18. November 2016  Allgemein

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Hast du dich als Patientin oder Patient auch schon schlecht behandelt gefühlt? Oder hattest du ein positives Erlebnis in der Klinik, weil du gespürt hast, dass sich Pflegekräfte trotz Zeitdrucks um dich aufmerksam gekümmert haben? Kommst du als Krankenschwester oder Krankenpfleger oft an deine Grenzen? Oder hast du einen Arbeitsplatz mit guten Bedingungen gefunden?

Berichte von deinen Erfahrungen unter das-muss-drin-sein@die-linke.de!

Unser Wahlprogramm für 2017

15. November 2016  Allgemein

Das Wahlprogramm der Linken NRW für 2017 kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

http://www.dielinke-nrw.de/fileadmin/kundendaten/www.dielinke-nrw.de/pdf/Dowloadbereich/LTWP_Entwurf_1.pdf

Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke, zu Gast in Bergisch Gladbach!

10. November 2016  Allgemein

serveimage-phpLiebe Parteigenossinnen, liebe Parteigenossen,

anhaltende Massenarbeitslosigkeit, die Ausweitung prekärer Arbeit und sinkende Löhne führen bei immer mehr Erwerbstätigen zu wachsenden Lücken in ihrer Erwerbsbiografie und damit fehlenden Beitragszeiten in der Rentenversicherung. Hinzu kommen niedrigere Beiträge aufgrund niedrigerer Löhne. Allein diese Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, die in den vergangenen Jahren politisch forciert wurden, erhöhen bereits das Risiko zukünftiger Altersarmut. Die Rentenreformen von SPD und Grünen sowie CDU/SPD lassen obendrein das Niveau der gesetzlichen Rente langfristig dramatisch sinken. Die Versicherten sollen diese Kürzungen durch mehr private Vorsorge ausgleichen. Doch wer erwerbslos ist oder wenig verdient, hat dazu keine wirkliche Chance.

Deshalb fordert die Die Linke im Bundestag eine solidarische Mindestrente statt Altersarmut!

Der rentenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Matthias W. Birkwald spricht zu diesem Thema in Bergisch Gladbach und stellt sich euren Fragen am 15.11.2016 um 18:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und Mitdiskutieren.

Der Vorstand des Ortsverbandes Die Linke. GL

Zukunftswerkstatt U35

25. Oktober 2016  Allgemein

Eine Zukunftswerkstatt für junge linke unter 35 Jahren vom 27. bis 29. Januar 2017 ist ein bisher einzigartiges Experiment und eine gute Gelegenheit, sich überregional zu vernetzen und Ideen zu entwickeln. Wir wollen mit euch diskutieren: Was ist heute „links“? Wie stellen wir uns Utopien jenseits des Kapitalismus vor? Wie können wir gegen Rassismus und Rechtspopulismus linke Ideen und Solidarität stärken? Und nicht zuletzt: wie kann die linke Partei der Zukunft aussehen und wie könnt ihr sie gestalten?

Die Zukunftswerkstatt wird im Naturfreundehaus Hannover (Hermann-Bahlsen-Allee 8, 30655 Hannover) stattfinden. Die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt, incl. Übernachtung und Verpflegung, ist kostenlos.  Falls Euer Kreisverband die Fahrtkosten nicht übernehmen kann, können die Fahrtkosten (BC 50) ggf. übernommen werden. Am Geld soll die Teilnahme nicht scheitern.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher meldet euch schnell, spätestens bis zum 15. Januar 2017 an.

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